13
Jan
2008

Unaufhörlich. Monoton.

Ich fühl mich richtig elend!
Eigentlich "funktioniere" ich nur noch wie ein Uhrwerk: unaufhörlich, monoton.

Das Studium find ich zwar nach wie vor interessant, - doch ist der Fachgebietswechsel deutlich zu merken. Im Grunde bin ich nur noch am Lernen. Jeden Tag, so viel wie möglich. Überdies ist das Programm straff organisiert. Die alltäglichen Vorlesungen werden lediglich von regelmäßigen Einschüben der Praktika und Klausuren unterbrochen und so geht es noch bis in den März hinein. Mein Tag besteht nur noch aus Uni, Kaffee und Energydrinks und am Ende des Ganzen werde ich wohl ein psychisches und pyhsische Wrack sein.
Zu den Komilitonninen habe ich nach wie vor keinen guten Draht entwickeln können. Mit den meisten scheint eine stillschweigende Übereinkunft des gegenseitigen Ignorierens vereinbart worden zu sein und die handvoll vorurteilsfreier Mädels lässt sich leider kaum zu gemeinschaftlichen Aktivitäten begeistern. Zu festgefahren scheinen da die bereits vorhandenen Umgangskreise zu sein. Wirklich schade! Vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass sich zu ebendiesem Zeitpunkt meine Umgangskreise alle gleichzeitig aufzulösen scheinen. Zeitliche und finanzielle Gründe führten auf Dauer zu einer Entfremdung mit den Kommilitonen aus IS, da ich es nur noch selten schaffe dorthin zu fahren und wenn, dann meistens die Zeit mit dem Liebsten verbringe. Umgekehrt hat sich jedoch auch niemand wirklich darum gerissen mich mal besuchen zu kommen, so dass das absehbare "Vergessen" nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint. Selbst die Freundschaften von denen ich dachte, dass sie alles überstehen würden beginnen langsam zu bröckeln. Die beste Gymnasialfreundin steigert sich voll und ganz in ihre erste ernsthafte Beziehung hinein und verbringt seit einem halben Jahr jede freie Minute mit ihrem Kerl, so dass von einer normalen Freundschaftsbeziehung kaum noch was übrig geblieben ist. Nur noch selten schafft sie es mir eine Email zukommen zu lassen und auf sämtliche Kontaktversuche meinerseits folgen im besten Fall entschuldigende Ausreden. Nicht mal, als ich sie wirklich brauchte war sie für mich da und so hab ich wohl in Gedanken bereits eine Bekanntschaft aus unserer Beziehung gemacht und muss es mir eigentlich nur noch bewusst machen.
Auch die beste wie-Pech-und-Schwefel-Freundin distanziert sich merkbar! All die Jahren haben wir uns gegenseitig durch sämtliche Lebenslagen gestützt, doch jetzt scheint sie auf eine einzige moralische Entscheidung meinerseits so was von nicht klar zu kommen, dass sie den Abstand sucht und mich im unklaren darüber lässt ob es eine zeitliche oder eine dauerhafte Veränderung sein wird.

Alles in allem läuft es auf eine wesentliche Tatsache hinaus: ich fühle mich schrecklich einsam, allein und im Stich gelassen!! Ich bin kein Mensch der glaubt, dass immer nur die Anderen an seiner Situation Schuld haben. Doch ich bemühe mich gewissenhaft um eine Besserung der Situation und sehe seit Wochen keinerlei Erfolge.
Natürlich sind da noch die Anker, die mich vor dem Ertrinken bewahren: die Eltern und der Liebste für die ich unglaublich dankbar bin! Doch beginnen die dauerhaften Eltern-Telefonate aufgrund der doch nicht unerheblichen Meinungsverschiedenheiten langsam äußerst anstrengend zu werden und die unendlich weite räumliche Trennung vom Liebsten bringt mich manchmal fast um den Verstand.
So kommt es, dass ich meinen Emotionen immer öfters freien Lauf lasse und Sturzbäche heule aufgrund der scheinbar unabänderbaren Situation. Ich weiß einfach nicht wie ich aus dem Trott wieder rauskommen, wieder Spass und Freude am Plot des Lebens haben kann und endlich aufhöre nur noch vor mich her zu leben...

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Zuletzt aktualisiert: 18. Jan, 14:40

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